Córdoba

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Córdoba ist seit der Römerzeit eine bedeutende Stadt. Während der islamischen Epoche zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert war sie eine der größten Städte der Welt. Im 10. Jahrhundert überstieg ihre Einwohnerzahl 500.000 — während London zu jener Zeit nur 10.000 bis 15.000 Menschen hatte. Sie verfügte über Bibliotheken, Krankenhäuser und möglicherweise die erste Straßenbeleuchtung der Welt. Als sie später an das Königreich Kastilien überging, kehrte ihr einstiger Glanz nie mehr zurück.
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Das bedeutendste Wahrzeichen Córdobas ist die Mezquita-Kathedrale. Sie ist eines der seltsamsten und beeindruckendsten religiösen Bauwerke der Welt. Ursprünglich wurde sie als westgotische Kirche errichtet. Später wurde auf demselben Gelände eine große Moschee gebaut. Als die Stadt in christliche Hände fiel, wurde mitten in die Moschee eine Kathedrale eingebaut — ohne sie abzureißen. Zwei Bauwerke, die einander in keiner Weise ähneln, stehen zwischen 836 Säulen und rot-weißen Bögen ineinander verschlungen. Beim Betreten überkommt einen ein Gefühl, das einen klein werden lässt — es gibt so viele Säulen, die sich so weit erstrecken, dass man die Orientierung verliert.

Moschee-Kathedrale-Denkmalanlage von Córdoba
Moschee-Kathedrale-Denkmalanlage von Córdoba

Direkt neben der Mezquita, in engen Gassen mit weißen Mauern, liegt das Jüdische Viertel, in dem das mittelalterliche Stadtgefüge weitgehend erhalten geblieben ist. Hier befindet sich eine kleine Synagoge.

Der Alcázar de los Reyes Cristianos hat eine tiefgründigere Geschichte. König Ferdinand von Aragón und Königin Isabella von Kastilien heirateten 1469 und vereinten ihre beiden Königreiche. Diese Ehe ist das Fundament des modernen Spaniens.

Alcázar de los Reyes Cristianos

1492 nahmen sie Granada ein und vertrieben im selben Jahr die Juden. Ebenfalls im selben Jahr finanzierten sie Kolumbus' Reise nach Amerika. Hier empfingen sie Kolumbus — das heißt, die Tür zu Amerika wurde in diesem Garten geöffnet. Indem Kolumbus auf dieser Reise Amerika entdeckte, verhalf er Córdoba zu einem besonderen Platz in der Weltgeschichte. Es war ein außergewöhnlich ereignisreiches Jahr für Spanien. Sie gründeten auch die Inquisition — eine Politik des Konvertierens, Gehens oder Sterbens. Sie gelten einerseits als einige der dunkelsten Figuren der Geschichte, sind aber gleichzeitig diejenigen, die das moderne Spanien aufgebaut haben. All das begann in diesem Palast in Córdoba. Das Gebäude selbst ist von außen nicht besonders beeindruckend, aber in seinen Gärten lässt es sich wunderbar verweilen.

Ferdinand und Isabella
Ferdinand und Isabella

Die Römerbrücke ist ein Bauwerk aus dem 1. Jahrhundert nach Christus — sie ist also 2.000 Jahre alt. Sie wurde viele Male zerstört und wieder aufgebaut, aber ihr Fundament stammt aus der Römerzeit. Sie überspannt den Guadalquivir und wird von 16 Bögen getragen. Der Guadalquivir ist der Hauptfluss Andalusiens und fließt durch Spanien bis zum Atlantik. Er war bis nach Sevilla mit Schiffen befahrbar, weshalb Sevilla zum Zentrum des Handels mit Amerika wurde. An einem Ende der Brücke steht der Calahorra-Turm, am anderen Ende taucht die Silhouette der Mezquita auf. Am Abend wird die Brücke beleuchtet, und zu dieser Stunde entfaltet sie zusammen mit der Silhouette der Mezquita eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist ein ikonischer Anblick.

Heute ist Córdoba eine ruhige, bescheidene Stadt. Doch einst war sie eine der bevölkerungsreichsten und fortschrittlichsten Städte der Welt. Diesen Kontrast zu spüren bleibt einem irgendwo im Hinterkopf, während man durch die Straßen der Stadt läuft.



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Córdoba ist eine andalusische Stadt am Ufer des Guadalquivir, deren Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen. Im 10. Jahrhundert war sie eine der größten und fortschrittlichsten Städte der Welt — das Zentrum der islamischen Zivilisation in Europa. Persönlichkeiten wie Averroes und Maimonides entstammten einer Stadt, in der Wissenschaft, Philosophie und Kunst nebeneinander aufblühten. Heute trägt Córdoba dieses Erbe in einem dichten und ruhigen historischen Gefüge. Enge Gassen, blumengeschmückte Innenhöfe und weiß getünchte Häuser machen die Stadt ideal für Erkundungen zu Fuß. Jeden Mai öffnet das Patios-Festival die privaten Innenhöfe der Stadt für Besucher — eine von der UNESCO anerkannte Tradition. Córdoba ist auch eine der Städte, die die Spuren einer Epoche, in der drei Religionen nebeneinander existierten, am greifbarsten bewahrt. Ihr historisches Zentrum, in dem sich muslimisches, christliches und jüdisches Erbe überschneiden, ist UNESCO-Weltkulturerbe.
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